Ursachen
Warum überfällt manche Menschen die Panik so überraschend und gewaltig? Ein Bündel von Risikofaktoren und Ursachen könne daran beteiligt sein, meint Professor Beutel, der diesbezüglich in einem Artikel der Apotheken- Umschau zu Wort kommt.
Die Veranlagung für eine generalisierte Angststörung könne vererbt werden. Die Genetik stellt also eine erste mögliche Ursache, zumindest ein Risikofaktor dar. Auch der übermäßige Konsum von Alkohol und psychoaktiven Substanzen und Stimulanzen (Cannabis, Kokain) begünstigt Panikattacken. Krankheiten bzw. eine entsprechende Krankheitsgeschichte (Herzinfarkte etc.) stellen ein weiteres Risiko dar. Letzten Endes ist es aber auch eine Frage der eigenen Persönlichkeit und Persönlichkeitsstruktur, die darüber entscheidet, wie anfällig Menschen für Panikattacken sind.
Besteht generell Vertrauen in das Leben als solches und vor allem Vertrauen in sich selbst und die eigenen Fähigkeiten? Wie gut kann jemand mit seinen Ängsten umgehen, wie gut kann er sie einordnen und verarbeiten? Existieren Strategien, um mit Stress umzugehen? Werden Situationen voller Stress und Emotionen überhaupt bewusst erkannt? Diese Fragen und deren Antworten spielen sich oft schon in der Kindheit ab, denn hier wird bereits viel erlernt. Wer in der Kindheit beispielsweise überbehütet wurde, wird es schwerer haben, sobald er im späteren Leben einmal aneckt. Wem geraten wurde, beim Laufen der Nase das Bett aufzusuchen, der wird nicht das beste Vertrauen in die eigene Widerstandsfähigkeit des Körpers haben.
Doch auch emotionale Vernachlässigung und mangelnde Unterstützung und Geborgenheit sind Risiken für Angsterkrankungen, so der Professor weiter. Denn die Sicherheit, sich in Gefahrensituationen an die Bindungspersonen wenden zu können, ist elementar. Dieses Vertrauen, auch Urvertrauen, sorgt für Gelassenheit. Die Panik bricht dann aus, wenn das Stressniveau als sehr hoch erlebt wird. Wer mit vielen Dingen gleichzeitig beschäftigt ist, überfordert sein Gehirn irgendwann und hat letztlich weniger Ressourcen, um seine Angst und Furcht entsprechend zu regulieren.
Der Focus behandelte in einem Artikel die Ursachen von Panikattacken ebenfalls und kam zu ähnlichen Ergebnissen. Demnach seien ungelöste Konfliktsituationen häufig verantwortlich für das Entstehen von Panikattacken. Ein gewollter, aber letztlich nicht durchgeführter Jobwechsel könnte beispielsweise Anlass sein. Das Resultat: Man verharrt in alten Gewohnheiten, die Frustration steigt, bis sie sich eines Tages entlädt. Entweder als Aggression oder eben in Form einer Panikattacke. Psychischer Stress wird dabei oft gar nicht bewusst wahrgenommen, bis die Psyche einem eines Tages vielleicht einen Strich durch die Rechnung macht.
Konfliktsituationen und Stress sind also zwei der klassischen Auslöser und Ursachen für Panikattacken. Versagensängste, Trennungen von Partnern oder Todesfälle in Familie oder im Freundeskreis sind weitere potenzielle Auslöser. Auch finanzielle Sorgen können Panikattacken heraufbeschwören. Negative Lebensereignisse werden von vielen schubladenartig im Hirn abgespeichert und finden nach Jahren wieder den Weg an die Oberfläche, was letztlich zur Panikattacke führt. Bei Frauen können Wechseljahre eine profunde Rolle spielen. Auch bestimmte Medikamente, Perfektionismus, mangelndes Selbstvertrauen und unterdrückte Emotionen (Trauer, Wut) gelten als Risikofaktor. All das kann sich eines Tages zu einer Panikattacke entladen, desto länger sie verdrängt werden. Die körperliche und mentale Verfassung ist dafür entscheidend.
Netdoktor hat mögliche Ursachen für Panikattacken noch etwas näher beschrieben. Auch hier werden genetische Faktoren genannt, aber auch gestörte Botenstoff-Aktivitäten im Gehirn kommen als Ursachen infrage.
Ursache 1: Traumatische Erfahrungen in der Kindheit
Wer in der Kindheit unter traumatischen Erfahrungen litt, hat im späteren Leben eine größere Wahrscheinlichkeit, unter Angsterkrankungen zu leiden, so die Meinung der Wissenschaftler. Häufiger erlebten die Betroffenen Vernachlässigung, sexuellen Missbrauch, den Verlust eines Elternteils, Alkoholmissbrauch der Eltern oder familiäre Gewalt. Auch Belastungen und Beeinträchtigungen im Erwachsenenalter (Todesfälle, Scheidungen) können zur Entstehung einer Panikstörung beitragen.
Ursache 2: Ängstlichkeit

Wer unter einer erhöhten Ängstlichkeit leidet, aus welchen Gründen auch immer, hat gleichzeitig auch ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Panikattacken, denn sie werten körperliche Reaktionen auf Angst oder Stress häufig als lebensbedrohlich. Dadurch werden die körperlichen Symptome allerdings nur verstärkt und die Angst nimmt zu.
Ursache 3: Vermeidungsverhalten
Durch Vermeidungsverhalten wird die Angst erst recht aufrechterhalten und die Panikattacken werden mit großer Wahrscheinlichkeit wiederkehren. Wer Medikamente mit sich führt oder von anderen Personen begleitet wird, wird ebenfalls dafür sorgen, dass die Angst im Inneren eher noch wächst. Dieses Verhalten erinnert an das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung, bzw. an den Bias der Fokussierung: Durch die Fokussierung auf ein Problem (die Angst nicht zu spüren), spürt man die Angst durch den gesetzten Fokus erst recht. Die Betroffenen meinen, die Situation überstanden zu haben, weil sie Hilfe zur Hand hatten. Daher machen sie nicht die Erfahrung, die Panik auch ohne Hilfe zu besiegen bzw. besiegt zu haben.
Ursache 4: Stress
Starker und intensiver Stress (Partnerkonflikte, Arbeitslosigkeit, Existenzängste) können eine Panikstörung fördern. Wer innerlich ständig angespannt ist, braucht wahrscheinlich nur kleine Trigger (ein überfüllter Supermarkt als Beispiel), um den Teufelskreis der Angst anzustoßen.
Ursache 5: Substanzen-Missbrauch Alkohol, Kaffee und auch verschiedene Medikamente sollen das Auftreten von Panikattacken fördern. Vor allem Zigaretten haben oft derartige Effekte, obwohl sie laut der Raucher ja eigentlich beruhigen oder beruhigen sollen. Nikotin wirkt auf den Körper nämlich anregend. Befindet man sich nun schon in einem Zustand der inneren Anspannung, wird die Unruhe durch das Nikotin nur noch weiter gesteigert.
Panikattacken-Info hat die häufigsten Ursachen für Panikattacken auf der entsprechenden Website zusammengefasst. Laut deren Auffassung sind in diesem Kontext Ängste zu nennen, die in der Kindheit erlernt wurden. Schlechte Erfahrungen führen allerdings nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen zu Ängsten. Unter hoher Anspannung kommt es, wie beschrieben, noch eher zu Erlebnissen der Angst. Die genetische Komponente spielt bei den Panikattacken eine gewisse Rolle. Bei Angstpatienten ist der Austausch bestimmter Botenstoffe gestört. Zudem ist nochmals festzuhalten, dass das Erkennen der Erkrankung und das Aufsuchen von Rat und Hilfe elementar ist

Gerne nehme ich dich als „Helene die Heilerin der Emotionen“ in meine ✨Leichtigkeit ✨ Freude ✨ Resilienz ✨neues Körpergefühl, das mir mittlerweile möglich ist mit❗️

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